Makers: Der Kontext

In Zeiten von einer überdimensional großen Anzahl an Kurzmeldungen mit wenigen Hintergrundinformationen ist es an der Zeit eine Alternative zu schaffen. Ein Konzept, welches genau in diese Richtung geht ist "Der Kontext". Eine Plattform, die weniger tagesaktuelle Meldungen als vielmehr Zusammenhänge und Fakten zu komplexen Themen publiziert. Finden wir gut!
Makers: Der Kontext

Inspiriert durch unsere Aufnahme in die "Bavarian Makers" möchten auch wir in Zukunft immer wieder andere Unternehmen, die wir selbst interessant finden, in Form von kurzen Interviews vorstellen.

In diesem Beitrag geht es um das Hintergrundmagazin "Der Kontext". Julia, Bernhard und Erich haben das Ziel eine Alternative zu immer kürzer werdenden Artikeln und weniger Hintergrundinformationen zu schaffen. Dabei soll jeden Monat ein anderes Thema angegangen und aufbereitet werden. Mit verschiedenen Redakteuren und Beteiligten. Um Zugriff zu erhalten zahlt man einen angemessenen Jahresbeitrag. Das ist auch gut so - für hochwertigen Journalismus sollte man auch bereit sein die ein oder andere "Kröte" zu investieren.

Aber genug von unserer Seite - hier das Interview mit Julia:

1. Wer seid ihr? Was macht ihr? Seit wann gibt es euch?

Der Kontext – Das interaktive Hintergrundmagazin from Der Kontext on Vimeo.

Wir sind Julia, Bernhard und Erich – wir haben das interaktive Hintergrundmagazin Der Kontext entwickelt. Die Idee gibt es schon länger, richtig begonnen haben wir vor etwa 1,5 Jahren. Es ist ein Magazin, in dem wir jeden Monat ein aktuelles Thema aus verschiedenen Perspektiven und mit Tiefgang veröffentlichen wollen. Der Leser bekommt erst Zusammenhänge und Fakten, kann sich also schnell einen Überblick verschaffen, und kann sich dann in einzelnen Ressorts vertiefen, wo Hintergrund und Tiefgang auf ihn warten – aus unterschiedlichen Perspektiven. Um tagesaktuelle Nachrichten komplexer Themen zu verstehen ist Hintergrundwissen notwendig. Das wird in Der Kontext gebündelt und in seinem Zusammenhang dargestellt.

Das Ganze funktioniert wie ein digitales Navigationssystem für Informationskomplexe – durch Zoomen und Verschieben geht man in einem Thema auf Entdeckungsreise.

2. Wie seid ihr auf die Idee gekommen? Was macht euch persönlich am meisten Spaß daran? 

Jeder von uns sieht/liest/hört sehr viele Nachrichten, das haben wir schon immer gemacht – und wir haben alle gemerkt, dass wir uns trotzdem nicht mehr so richtig auskennen. Wir kennen nur noch einzelne Häppchen, aber das Gesamtbild fehlt. Julia war die erste, die das als konkrete Fragestellung hatte und hat dann auch ihre Masterarbeit darüber geschrieben. Sie hat ein Magazin entwickelt, das im Kern heute Der Kontext ist. Weil aktuelle Themen oft so komplex sind, dass sie nicht einfach in einem Artikel in ihrem Gesamtumfang erfasst werden können, haben wir nach einer neuen Lösung gesucht, wie man solche komplexen Informationen vermitteln kann. Eine Lösung, die dabei in der Nutzung auch noch Spaß machen soll, mit der das Erkunden von komplexen Themen zur Entdeckungsreise wird. Von vielen namhaften Journalisten und auch von zahlreichen Freunden, Bekannten und Interessenten kam sehr viel positives Feedback. Mehr und mehr andere Startups versuchen jetzt den aktuellen Umbruch in der Medienwelt zu nutzen. Das haben wir beobachtet und uns entschlossen, es auch zu probieren und die Idee selbst umzusetzen.

Was uns daran am meisten Spaß macht? Phu, gar nicht so leicht zu beantworten, denn da gibt es wirklich sehr viele Aspekte, in mehreren Bereichen, die uns Spaß bereiten und die uns antreiben. Einmal ist es natürlich das Recherchieren, das sich in Themen eingraben und vertiefen, das Suchen nach den Verbindungen und natürlich dann das Verstehen und Begreifen. Alleine die Redaktionssitzungen, in denen wir die Karte erstellen, ist jedes mal super spannend. Die Zeit vergeht dabei wie im Fluge, es wird viel diskutiert, jeder bringt neue Aspekte mit ein, verschiedene Sichtweisen treffen aufeinander. Das ist wirklich sehr bereichernd und sehr sehr kurzweilig.

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Aber auch der ganze konzeptionelle Teil ist total spannend. Es macht total viel Spaß sich auf die Suche nach den besten Vermittlungsmöglichkeiten zu machen. Die Essenz aus komplexen Themen übersetzen zu wollen, um die Entwürfe dann mit verschiedenen Nutzern zu testen und weiter zu entwickeln. Es ist einfach toll zu sehen, wie das, woran man gearbeitet hat, von Anderen getestet wird, wie sie reagieren, was noch nicht funktioniert und was man besser machen kann. Und dann ist da natürlich noch der ganze Bereich rund um die Gründung eines Unternehmens. Ein Startup zu gründen ist wahnsinnig abwechslungsreich. Jeder Tag bietet neue Herausforderungen und man lernt ständig dazu. Sicherheiten gibt es nicht, dafür aber unheimlich viel Abwechslung. Das ist natürlich sehr aufregend und eine emotionale Achterbahnfahrt – ein echtes Abenteuer.

3. Wie unterscheidet ihr euch von „normalen“ Nachrichtenportalen?

Das sind gleich mehrere Punkte. Fangen wir mit dem Offensichtlichsten an – den visuell intuitiven Zugang, den wir bieten, gibt es in der Form bislang nirgends. Ein aktuelles Thema des Zeitgeschehens, wie mit einem digitalen Navigationssystem zu entdecken, ist nur bei uns möglich. Wichtig ist uns auch, dass wir uns immer auf ein Thema konzentrieren. Wir wollen dieses dann in seiner Breite und Tiefe beleuchten, wie das bisher kein Format bietet. Bei Der Kontext findest du immer alle relevanten Ressorts zu einem Thema und wir wollen viele verschiedene Aspekte und Inhalte an einem Ort bündeln.

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Was den Inhalt angeht konzentrieren wir uns auf Hintergrundinformationen – tagesaktuelle Nachrichten interessieren uns eigentlich nicht. Wir sind immer am Zusammenhang und den Hintergründen interessiert. 
Was dabei sehr wichtig ist, sind die unterschiedlichen Perspektiven, die wir anbieten. Wenn es kontroverse Standpunkte, Meinungen oder Theorien gibt, können wir diese sehr gut abbilden. Als Leser kann man sich das dann ansehen und kann sich selbst eine Meinung bilden. Inhaltlich findet man bei uns alles vom faktischen Text über Videos, Audios, Infografiken aber auch Fotostrecken oder eher journalismusfremde Darstellungsarten wie etwa Songs oder Kochrezepte, wenn sie einen Aspekt eines Themas sehr gut vermitteln. Ein Beispiel: Eine Kultur in einem Land versteht man oft besser, wenn man weiß wie die Menschen dort leben, was sie Essen, welche Musik sie hören und welche Gedanken sie sich machen.

4. Wo geht die Reise hin? Was sind aus eurer Perspektive die nächsten Schritte?

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In letzter Zeit mussten wir uns sehr viel um die Technik kümmern – die ist jetzt weitestgehend fertig. Logischerweise sind für das Magazin als nächstes die Inhalte dran. Gemeinsam mit unseren ersten Lesern werden wir die Themen auswählen, die Recherche anwerfen und schließlich ein Thema nach dem anderen veröffentlichen. Dafür brauchen wir eine Redaktion, die wir nun beginnen aufzubauen. Parallel geht es natürlich darum weitere Leser zu finden. Etwas Marketing steht also auch auf dem Plan. Mit all dem werden wir die nächsten Monate ganz gut beschäftigt sein. Unser Ziel ist, dass sich das Magazin schon bald von selbst trägt und dann allein die Themenproduktion für den Leser im Vordergrund steht.

5. Ihr macht aktuell Crowdfunding. Wie und wo kann man euch unterstützen?

Das ist ganz einfach – über www.startnext.com/derkontext kommt man zu unserer Kampagne. Dort zeigen wir in einem Video was wir machen und es gibt natürlich auch noch weitere Infos. Unterstützer können aus den Dankeschöns auswählen. Über jeden, der mit dabei ist, freuen wir uns riesig! Exklusiv bieten wir im Crowdfunding als Dankeschön besondere Mitgliedschaften an – darin bündeln wir die Vorteile von Abonnements mit denen einer Mitgliedschaft. Man hat also auf alle Inhalte Zugriff und behält auch nach dem Ende der Mitgliedschaft den Zugriff auf die gekauften Themen. Über Freunde und Follower auf Facebook, Twitter, Instagram oder Snapchat freuen uns aber natürlich auch!

6. Gibts sonst noch was interessantes über euch? Erzählt!

Besonders wichtig ist wohl, dass wir ein interdisziplinäres Team sind. Wir ergänzen uns. Julia macht Konzept und Design, Bernhard Redaktion und Erich ist Software Entwickler. Da hat jeder seinen Bereich und seine Aufgaben, aber jeder von uns blickt immer über den Tellerrand hinaus und hat die anderen Aspekte auch auf dem Schirm. Insbesondere beziehen wir unsere Leser von Anfang an mit ein, haben das ganze Magazin immer getestet und User befragt, was Sinn macht und was nicht. Es ist also ein sehr inniges Verhältnis, das wir zu unseren Lesern pflegen – uns macht das sehr viel Spaß!

7. Habt ihr ein klotzaufklotz-Lieblingsprodukt?

Das ist eine sehr schwierige Frage! Eure Produkte sind alle so wunderbar gearbeitet, funktional und schlicht designed, da fällt ist eine Entscheidung nicht leicht. Wenn wir uns entscheiden müssen, dann ist es wohl ein Schlüsselbrett aus Nussbaum. Es ist praktisch, um seine Schlüssel aufzubewahren und kurze Nachrichten zu hinterlassen sowie ein dezenter, cleverer Hingucker. Darüber hinaus begeistert uns der Manufakturgedanke mit möglichst naturbelassenen Rohstoffen und dem Augenmerk auf herausragende Qualität.

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